Nicky Watzek - Leichtathletin aus Kärnten

News über N!cky Watzek 2016:

Am 1. Juni 2016 qualifizierte sich N!cky Watzek in Ihrer Königsdisziplin am LAZ-Platz in 1020 Wien für die Leichtathleik-Europameisterschaften 2016 in Amsterdam. Auf Anhieb warf die rüstige Athletin mit technischer Präzision den Diskus über eine Distanz von 56,12 Meter. Damit hat sie das EM-Limit geknackt und kann sich auf Amsterdam vorbereiten.

Nicky Watzek - News, Interview und Portrait

Von der Berufung zum Beruf

Die erfolgreiche Leichtathletin Nicky Watzek hat es im Jahr 2016 geschafft, nach vielen Jahren harter Arbeit, ihre Leidenschaft Sport und Beruf miteinander so zu kombinieren, dass das sportliche Training mit dem beruflichen Alltag sich optimal miteinader vereinbaren lässt. Nicky Watzek ist diplomierte Lebens- und Sozialberaterin für psychologische als auch sportwissenschaftliche Beratung. Damit hat sie die offizielle Befähigung Menschen in sportlicher Hinsicht zu chaochen als auch in mentaler Hinsicht. Stressmanagement, Burn Out-Prävention, Familienberatung und viele andere Bereiche des alltäglichen Lebens zählen zum umfangreichen Betätigungsfeld der österreichischen Leichtathletin. Dies ist kein keine Selbstverständlichkeit, denn viele Sportlerinnen und Sportler sehnen sich danach, ihre sportlichen Ziele weiter verfolgen zu können, und gleichzeitig ihre Existenz durch eine solide Ausbildung und Job zu sichern.

www.nickywatzek.at

Vorbereitung auf die Europameisterschaft 2016 in Amsterdam

Von Mai bis Juni 2016 können sich europäische Leichtathletinnen und Leichtathleten für die Europameisterschaft 2016 in Amsterdam qualifizieren. Die realistische Möglichkeit, das Limit von 56 Metern im Diskuswurf zu erreichen, ist allemal Grund dafür, dass Nicky Watzek sich auf die bevorstehenden Europameisterschaften in Amsterdam (von 6. - 10.Juli 2016) vorbereitet. Besonders erfreulich wäre die Teilnahme an diesen Europameisterschaften vor allem deswegen, da es sich um ein 10-jähriges Jubiläum von Nicky Watzek handelt. Ihre erste Europameisterschaftsteilnahme war im Jahr 2006. Nun, so viele Jahre danach, wieder dabei starten zu können, wäre eine sehr große Ehre für Nicky.

Die sport-oesterreich.at-Redaktion ist zu Besuch bei Nicky Watzek, über viele Jahre hinweg erfogreiche Leichtathletin aus Kärnten. Nicky wohnt am idyllischen Ufer das Ossiacher Sees, mit einem traumhaften Ausblick auf den See. Heute erzählt uns Nicky viel Interessantes aus einer Sportlerlaufbahn mit Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen, darüber was sie alles in den letzten Jahren erlebt hat und welche Aufgaben sie in Zukunft mit der Otterway Academy erwarten werden.

Sport-Oesterreich: Hallo Nicky, wir freuen uns sehr dass du dir Zeit nimmst, mit uns über deine Sportler-Karriere, dich als Person und deine Philosophie zu sprechen.

Nicky: Hallo, ich freue mich auch und möchte mich schon jetzt für die Möglichkeit bedanken.

Sport-Oesterreich: Du bist in der Leichtathletik als fixe Größe mit etlichen Titeln und Erfolgen über einen langjährigen Zeitraum verteilt bekannt, und das in verschiedenen Disziplinen. Wenn wir uns das alles richtig gemerkt haben: 100m Hürden, Weitsprung, Hochsprung, Diskus und Kugelstoßen.. haben wir noch was vergessen? Was sind davon deine Paradedisziplinen?

Nicky: Also meine Paradedisziplin ist Diskus. In dieser Disziplin konnte ich über 10 Jahre lang viele internationale Erfolge feiern. Die Liebe zum Mehrkampf (7-Kampf: 100m Hürden, Hoch, Kugel, 200m, Weitsprung, Speerwurf, 800m) – womit ich so zu sagen in der Jugend auch begonnen habe - habe ich aber nie vergessen können und wollen. So habe ich mich nach der Babypause 2008 / 2009 hart zurück gearbeitet mit Schwerpunkt „Vielseitigkeit“. 2010 konnte ich – neben Diskus - auch im Mehrkampf mein Talent ein wenig unter Beweis stellen und habe es neben dem Staatsmeistertitel dann auch ins Nationalteam im Mehrkampf geschafft.

Sport-Oesterreich: Als Vollblut-Sportlerin hast du dein Talent quasi bereits in die Wiege gelegt bekommen. Mit wie viel Jahren hast du zu trainieren begonnen?

Nicky: Puh, das ist sehr schwer zu sagen, da ich tatsächlich schon als Baby am Sportplatz mit dabei war. Mit 12 Jahren habe ich schon vielseitig „trainiert“ / Sport gemacht. Ich habe Geräteturnen 4x die Woche trainiert und war im Volleyballteam, immer eine der Besten im Schwimmen, bin im Winter am Wochenende Skirennen gefahren und habe 3x die Woche Leichtathletik gemacht. Wenn ich mich auf einen Zeitpunkt festlegen müsste, dann würde ich aber sagen mit 15 Jahren, als ich schulisch in das „Borg für Leistungssportler“ wechselte und meinen Fokus damals komplett auf die Leichtathletik gelegt habe und nebenbei Geräteturnen war. Aber wie gesagt, sportlich tätig und mit am Sportplatz war ich immer schon…

Sport-Oesterreich: Du bist jetzt, nach deiner aktiven Sportler-Karriere am Ossiacher See sesshaft geworden, wohnst in einem Haus mit wunderschönen Grundstück mit Blick auf den See. Wenn du so auf deine aktive Zeit zurückblickst, was ist das für ein Gefühl? An was erinnerst du dich immer wieder gerne zurück?

Nicky: Also, wenn ich so zurück blicke, ist es wie in einem Film oder Traum, teilweise gar nicht Realität. Es ist fast so, als wäre diese Zeit in einem anderen Leben gewesen, obwohl es ja eigentlich erst ganz kurz her ist. Die vielen Medaillen, Urkunden, Pokale, Preise, Startnummern und Akkreditierungen sind zum Großteil bei meinen Eltern, weil vor allem mein Vater mega Stolz darauf ist. Er hat sich die Mühe gemacht, alle in meinem ehemaligen Zimmer aufzustellen / aufzuhängen und zu sortieren. Ich selbst habe nur ganz wenige „Gustostücke“ bei mir stehen / liegen, u.a. die Bronzemedaille der U23-Europameisterschaft, die Holzschuhe aus Holland, die ich für die Höchstweite im Kugelstoß innerhalb des Mehrkampfeuropacups gewonnen habe, meine goldene Ehrennadel der Stadt Klagenfurt für meine sportlichen Verdienste, meine goldenen Laufschuhe als beste Leichtathletin in den Jahren 2006 & 2007, 2 Startnummern, … alles übersichtlich in einer kleinen Glasvitrine. Es sind auch gleichzeitig die Verbindungen, zu den schönsten und erfolgreichsten Momenten meiner aktiven Karriere – genau die, an die ich mich extrem gerne erinnere und es oft nicht fassen kann, dass ich dies alles (er-) leben durfte. Am liebsten erinnere ich mich aber um ehrlich zu sein an alle Momente zurück, die ich auf den Wettkämpfen außerhalb des Stadions erleben durfte: die Menschen die ich kennen gelernt habe, die Eröffnungs- und Abschlussfeiern (alle individuell und Einzigartig), die Festivals, die Spaziergänge mit einzelnen Personen aus dem Team, die Abende in der Hotellobby … es sind absolut besondere, meist spontane Momente gewesen und vor allem Zeiten, in denen man sich nicht als Einzelkämpferin fühlt sondern wo das Gefühl aufsteigt, mit Freunden aus der ganzen Welt zusammen zu sein aber auch Momente, wo tw. die Kameras & Reporter ausgeschlossen waren und man einfach für einen kurzen Augenblick das Leben „als normaler Mensch“ genießt.

Sport-Oesterreich: So wie es nun mal ist, das Sportlerleben ist kein Wunschkonzert, Erfolge müssen hart erkämpft werden.. und manchmal hilft selbst der härteste Kampf nichts um sein Ziel zu erreichen. Wie siehst du das?

Nicky: Das stimmt teilweise. Ich selbst bin allerdings ein Mensch, der sich realistische Ziele setzt bzw. im Sport keine Ergebnisziele gesetzt hat, sondern mehrere kleine Ziele, die ich Schritt für Schritt erfülle. Was am Ende – dem großen Ganzen - heraus kommt, das habe ich mir nie ausgedacht sondern immer auf mich zukommen lassen. Spaß & Freude standen immer an erster Stelle und im Wettkampf selbst den Fokus ganz auf mich selbst zu richten, der Rest ergibt sich von alleine. Genau das ist – so glaube ich – auch meine absolute Stärke.

Sport-Oesterreich: Du hattest viele Erfolge und auch Niederlagen, hattest verletzungsbedingt Rückschläge zu verzeichnen. War sicherlich nicht einfach, aber du hast es geschafft, diese schwierige Zeit zu meistern. Wie ist dir das gelungen?

Nicky: Ja, leider hatte ich einige Verletzungen, die ich – wie ich jetzt weiß – mit einem altersgerechten Training in meiner Jugend zum größten Teil verhindert hätte können. Aber im Nachhinein denke ich, haben mich diese Verletzungen iwie immer ein wenig gestärkt und mir gleichzeitig meine Grenzen aufgezeigt aber auch Grenzen überschreiten lassen. So bin ich selbst mit Liegegips auf Trainingslager nach Italien gefahren und habe entweder im Sitzen oder im einbeinigen Stehen trainiert. Auch mit Gips am Fuß am Hometrainer zu radeln war nichts Neues oder ganzkörper-Stabilisationstraining wo neben mir die Krücken liegen weil ich absolutes Belastungsverbot eines Fußes hatte – der Indianer kennt keinen Schmerz ;-) Wichtig war mir immer, nicht aufzuhören, denn nichts zu machen würde einen noch viel längeren Aufbau bedeuten, als überstandener Verletzung nur einen bestimmten Körperteil.

Sport-Oesterreich: Du hast ja auch einen Sohn Namens Fabian. Ist der auch so ein Bewegungstalent wie du?

Nicky: Ha ha . . . Ja, der Apfel fällt bei ihm wirklich nicht weit vom Stamm. Er ist motorisch definitiv anderen Kindern in seinem Alter voraus und braucht jeden Tag seine Bewegung, sonst wird unausstehlich!

Sport-Oesterreich: Eine Frage interessiert uns noch brennend. Wie stellst du dir deine Zukunft vor? Wo wird dich dein Weg hinführen und was kannst du uns vielleicht auf unser aller Weg von dir mitgeben?

Nicky: Hmm…so ganz genau weiß ich das auch noch nicht. Auf alle Fälle möchte ich viel Zeit mit meiner kleinen Familie verbringen (über mehr Mitglieder würden wir uns natürlich auch sehr freuen *g*), mehr Zeit mit meinen Freunden verbringen und das Leben zu Hause genießen – ohne ständig auf der Achse zu sein.

Im Sommer werde ich ev. noch einmal bei den Staatsmeisterschaften antreten. Wenn es mir körperlich gut geht und die Probetrainings gut funktioniert haben möchte ich versuchen, den 10. Staatsmeistertitel in Folge im Diskuswurf zu erreichen. Dies wäre schon eine echte Sensation, denn wer aufmerksam liest wird feststellen, dass ich schon im zarten Alter von 17Jahren meinen ersten Staatsmeistertitel erreicht habe und diesen sogar im 6. Monat meiner Schwangerschaft verteidigen konnte.

Gemeinsam mit meiner Trainerin baue ich schon seit einiger Zeit zwei Firmen auf.
The Otterway, das ist eine Gesundheitspraxis mit Massagen, Beratung und Coaching, einem speziellen Kinderprogramm das u.a. Lernen lernen beinhaltet sowie Gesundheits- und Fitnesstraining gemeinsam mit mir … wer Lust hat darf natürlich gerne ein Training mit mir absolvieren oder sich ein Trainingsprogramm schreiben lassen ;-), sowie die Otterway Academy. Das ist eine Aus- und Weiterbildungsakademie mit den Ausbildungsschwerpunkten Beratung und Coaching, Kommunikation und Sport und Fitness. Hier will ich meine Erfahrungen weiter geben und trage teilweise selbst als Ausbildungsleiterin vor. Diese beiden sollen noch größer und populärer werden um zu mehr Gesamtgesundheit von Körper, Geist und Seele beizutragen.

Eines darf ich nebenbei – kurz und knapp - auch schon vorweg verraten: ein Buch wird es über mich auch bald geben … mehr darf ich derzeit noch nicht sagen, aber wenn es so weit ist, dann informiere ich euch sehr gerne ;-)

Sport-Oesterreich: Über dein Buch sind wir ja sehr gespannt, eine Pflichtlektüre für Sportfans, aber pssst.. jetzt noch nicht weitersagen ;).. Vielen Dank für das nette und interessante Gespräch!

Besucht Nicky Watzek auf Ihrer Website www.nickywatzek.at auf Facebook und die Otterway Academy - Erwachsenenbildung Kärnten. Sie können auch von Nicky Watzek einen interessanten Artikel über Sportpsychologie lesen.

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