Matthias Sindelar - der beste österreichische Fußballer aller Zeiten

Er gilt nach wie vor als der beste österreichische Fußballspieler aller Zeiten: Matthias Sindelar (1903-1939) war ein österreichischer Fußballspieler während des Zweiten Weltkriegs.

matthias sindelar
Abbildung: So haben damals die ledernen Fußbälle der Profis ausgesehen

Nicht nur wir, sondern auch die Experten von tonybet.com sind sich einig, dass er nach wie vor als der beste österreichische Fußballspieler gilt, aber nicht nur deshalb ist er in Erinnerung geblieben. Matthias Sindelar war ein Held. Der Mann, der als Mozart des Fußballs bekannt ist und Jahrzehnte später zum österreichischen Sportler des Jahrhunderts gewählt werden sollte, wurde in eine jüdische Arbeiterfamilie hinein geboren, die im Jahr 1906 nach Wien zog, wo er auf der Straße Fußball zu spielen begann. Im Alter von 16 Jahren unterschrieb Sindelar bei Austria Wien, einer der beiden großen Mannschaften der Stadt Wien, mit der er in seinen ersten drei Spielzeiten als Mittelstürmer drei österreichische Pokale gewann. Er wurde zum wichtigsten Spieler in der österreichischen Nationalmannschaft, bekannt für seine zahlreichen Tore, seine Ballkontrolle und seine Dribbelkünste. Aber Sindelar war nicht nur ein Fußballgenie.

Matthias Sindelar - der fußballspielende Held

Das Größte, was Matthias Sindelar in seinem Leben tun sollte, stand ihm zweifellos bevor. Nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland 1938 wurde Sindelar für das "Endspiel" der österreichischen Fußball Nationalmannschaft gegen Deutschland einberufen. Dieses Spiel, das am 3. April 1938 im Wiener Praterstadion ausgetragen wurde, wurde von den Nazis als "Willkommen zu Hause"-Spiel für die österreichischen Spieler angesehen, die sich der Mannschaft des Dritten Reiches anschlossen. Obwohl man erwartet hatte, dass die Österreicher Deutschland den Sieg überlassen würden, gewann Österreich durch Tore von Karl Sesta und Sindelar mit 2:0. Der Mann, der für alle Wiener und Österreicher im Allgemeinen ein Held werden sollte, feierte das Tor ausgelassen und tanzte spöttisch vor der Tribüne, auf der die Nazi-Würdenträger saßen. Es war eine Geste der Ablehnung für das Nazi-Regime, die den Fußballer das Leben kosten sollte, ihn aber als Person adelte und in die Geschichte eingehen ließ.

Die Nachwirkungen des Spiels gegen Deutschland

Nach diesem Spiel weigerte sich Matthias Sindelar, sein Land zu verlassen und der Nationalmannschaft von Nazi-Deutschland beizutreten. Der Präsident von Österreich-Wien wurde daraufhin von seinem Posten vertrieben, weil er Jude war. Bald darauf wurde ein anderer Freund von Matthias Sindelar, ebenfalls Jude, von den Nazibehörden gezwungen, sein Restaurant zu verkaufen, und Sindelar kaufte das Geschäft zum Marktpreis. Das war zu viel für die Naziführung, und Sindelar wurde am 23. Januar 1939 zusammen mit seiner Freundin tot in seiner Wiener Wohnung aufgefunden, vergiftet durch Gas. Es gibt zwei Versionen seines Todes, und der Wahrheitsgehalt ist nie ganz geklärt worden: Einige schreiben den Tod militanten Nazis zu, die die Gasleitung sabotierten, um Sindelar zu töten. Andere behaupten, dass Sindelar und seine Partnerin den Selbstmord dem Druck des Nazi-Regimes vorzogen. Auf jeden Fall wurde Sindelar ein Volksheld, der größte und mutigste Fußballer der österreichischen Geschichte.

Im Andenken an Matthias Sindelar

Matthias Sindelar ist ohne Zweifel ein echter Held. Trotz seines Fußballtalents hat Sindelar der Welt gezeigt, dass über dem Sport die Menschlichkeit steht. Sowohl zu seiner Zeit, als auch heute können wir dankbar sein, für solche Vorbilder wie Sindelar. Daher wird er immer als der beste österreichische Fußballspieler aller Zeiten in Erinnerung bleiben. An seiner Beerdigung nahmen etwa 15.000 Menschen teil, die an diesem Tag zum Gedenken an ihren Helden auf die Straßen von Wien gingen.


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