Mächtiger Wirtschaftsfaktor der Fußball Bundesliga in Österreich

Fußball gehört zu den beliebtesten Sportarten für Zuseher und Wettbegeisterte. Dass sich dies auch auf die Wirtschaft ausschlägt, ist nicht verwunderlich. In Österreich werden jährlich rund € 667 Millionen durch Fußball erwirtschaftet. Dieser Geldfluss bezieht sich jedoch nicht nur auf die Spiele selbst. Der Wirtschaftsfaktor Fußball in Österreich umfasst, laut einer Studie des ÖFB und SportsEcon Austria, ein riesiges Wertschöpfungsnetzwerk, das in etwa gleich hoch ist, wie jenes des österreichischen Handels mit Nahrungsmittel und Getränken.

Wirtschaftsfaktor Fußball Bundesliga Österreich

Aktuelle Zahlen der Österreichischen Fußball Bundesliga

Neben der erwirtschafteten Wertschöpfung durch Fußball in Österreich sichert dieser Wirtschaftsbereich etwa 22.000 Arbeitsplätze. 57 Millionen Euro werden jährlich in neue Fußball-Infrastruktur investiert. Diese Wertschöpfungskette teilt sich in unterschiedliche wirtschaftliche Bereiche auf, zu denen die Sportartikelproduktion, der Groß- und Kleinhandel mit Sportartikeln, die Infrastruktur von Sportstätten, die Bereiche Medien und Werbung, das Wett- und Lotteriewesen, die Ausbildungs- und Nachwuchsarbeit, der Tourismus, Verkehr sowie unternehmensbezogene Dienstleistungen zählen. Vergleicht man die jährlich durch Fußball erwirtschafteten Beträge, dann wird ersichtlich, dass Fußball als Wirtschaftsfaktor, etwa doppelt so viel einbringt, wie die Wasserversorgung in Österreich und etwa halb so viel, wie die österreichische Informationsdienstleistungsbranche. Der Anteil des Fußballs am gesamten Bruttoinlandsprodukt liegt bei effektiv 0,23 Prozent. Demnach sind der Sektor für die Herstellung von Textilien oder die Bereiche Forschungs- und Entwicklungsleistungen vergleichbare wirtschaftliche Faktoren für das Bruttoinlandsprodukt in Österreich.

Österreichische Fußball Bundesliga im internationalen Vergleich

Das Geschäftsmodell Fußball ist nicht nur in Österreich ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft. Deutschland hat hierbei im Vergleich zu Österreich, mit mehr als 150.000 Beschäftigten für die 1. und 2. Bundesliga, die Nase deutlich vorne. Hier gibt es geschätzte 60 Millionen Fußballfans. Jeder zweite davon beschäftigt sich täglich damit. Darüber hinaus strömen jedes Wochenende über 400.000 Menschen in die Stadien, um die Bundesliga und die Meisterspiele zu verfolgen. Um sich das zu ermöglichen, geben die Deutschen pro Jahr etwa elf Milliarden Euro aus. Wie viel die Menschen tatsächlich bereit sind, in Fußball, sei es für die Ausübung des Sportes oder um ihn zu konsumieren, auszugeben, hängt mit der Stimmung in den Stadien ab. Umso attraktiver der Profifußball ist, desto höher ist das Wirtschaftswachstum. Deshalb wird in vielen europäischen Ländern vermehrt in den Profisport investiert. Deshalb werden die Spieler im professionellen Bereich zunehmend nicht mehr von Vereinen, sondern von ordentlich wirtschaftenden Gesellschaften und Fußballunternehmen geführt. So brachte beispielsweise das Champions-League-Finale 2012 der Stadt München, abzüglich der zwei Millionen Euro für Ausgaben, 68 Millionen Gewinn ein. Damit das Wirtschaftsmodell Fußball funktioniert, wird ordentlich in die Spieler investiert, die für die Attraktivität des Sports verantwortlich sind. Laut dem Global Transfer Market Report von FIFA fanden länderübergreifende Spielerwechsel von insgesamt 4,06 Milliarden US-Dollar statt. Die englischen Clubs geben dabei, mit 1,17 Milliarden Dollar, am meisten aus und mehr als doppelt so viel, wie die spanischen Vereine. Die daraus resultierenden Einnahmen betragen in Spanien etwa 667 Millionen Dollar, in England 523 Millionen Dollar und in Portugal 435 Millionen Dollar. In Brasilien wechseln im Übrigen am öftesten die Spieler den Verein.

Sportwetten und ihr Beitrag zur Wertschöpfungskette

Das Spiel-, Wett- und Lotteriewesen gehört zu den ältesten Wirtschaftsfaktoren in Verbindung mit Sport. Bereits im antiken Rom und Griechenland wurde auf den Ausgang sportlicher Wettkämpfe gewettet. Durch die gesetzliche Regelung in Österreich, dass das Glücksspiel den Breiten- und Behindertensport unterstützen soll, trägt dieser Bereich nicht nur einen Beitrag zur Wertschöpfungskette und zum Bruttoinlandsprodukt bei. Denn aus den erzielten Umsätzen des Glücksspielbetriebes fließen jährlich saftige Fördermittelgelder, die laut § 14 des Glücksspielgesetzes durch den Konzessionär an den Bund abgegeben müssen. Seit 2010 wurden aus diesen Einnahmen rund 80 Millionen Euro in die Förderung des Sports gesteckt. Umso höher die wirtschaftliche Leistung der Österreichischen Lotterien ist, desto höher ist demnach auch die Sportförderung in Österreich. 2014 belief sich der Gesamtumsatz der Österreichischen Lotterien auf über 3150 Millionen Euro, was einen Förderbetrag von 80 Millionen Euro ergab. Allein aus Toto und der Torwette wurden in diesem Jahr 9,1 Millionen Euro umgesetzt. Für den Joker-Tipp kamen noch knapp 183 Millionen Euro dazu. Welche Wettanbieter für das Spielen auf Bundesliga Spiele oder die Champions League zur Verfügung stehen, kann man auf der Plattform Wettformat genauer nachlesen. Zudem gibt es auf wettformat.com zahlreiche Wett Tipps, Wettnews und einen Quotenvergleich.

Die Rolle von Fernsehübertragungen in Österreich

Für Fußballvereine war lange Zeit der Stadionbesuch eine wichtige Einnahmequelle sowie die einzige Vermarktungsform des Profi-Fußballsports. Zwischen den frühen 1990er Jahren und der späten 2000er-Jahre vervierfachte sich sogar die Zahl der Zuschauer, die sich die Spiele der Österreichischen Bundesliga im Stadion angesehen haben. Erst seit der Saison 2013/14 hat sich ein Absinken der Stadionbesucher bemerkbar gemacht. Dies hat sicherlich damit zu tun, dass Bundesliga-Spiele heutzutage nicht mehr ausschließlich vom Österreichischen Rundfunk, der lange Zeit der einzige Nachfrager war, ausgestrahlt werden. Heute ist der Wettbewerb diesbezüglich intensiver geworden, da sich neben dem ORF auch Sky, ATV und Servus TV Übertragungsrechte sicherte. Dies führte dazu, dass die Menschen vermehrt die Spiele im Fernsehen ansehen. 2014 wurden die 33 Spiele der österreichischen Bundesliga von insgesamt 315.000 Zusehern verfolgt, sodass Fernsehen als Wirtschaftsfaktor mittlerweile einen Marktanteil von 22 Prozent einbringt.