XVI. Sommer-Paralympics in Tokyo - Japan 2020 - verschoben auf 2021

Veranstaltungsdatum: 
Dienstag, 25. August 2020

Neuer Termin steht fest: 24. August bis 5. September 2021

Die Paralympics in Tokyo werden vom 24. August 2021 bis 5. September 2021 ausgetragen. Damit haben die Athlet/innen eine neue Timeline und Zielsetzung für das kommende Jahr.

Die Paralympics werden auf 2021 verschoben

24.3.2020: Die Entscheidung ist gefallen! Japan und das Internationale Olympische Komitee haben sich aufgrund des Coronavirus darauf verständigt, die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2020 in Tokyo aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu verschieben. Nach einem Telefonat zwischen Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und IOC-Präsident Thomas Bach, sowie einer Sitzung der IOC-Exekutive, wurde die Verschiebung am Nachmittag bekannt gegeben. „Diese Entscheidung ist wichtig und richtig gleichermaßen, weil die Gesundheit der Athletinnen und Athleten, der Betreuer, der Mitarbeiter und Fans an erster Stelle steht und nicht abschätzbar ist, wie sich die Corona-Krise in den nächsten Wochen entwickelt und welche Auswirkungen das auf die Vorbereitungen der Athletinnen und Athleten auf die Spiele hat“, so ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat. Auch ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber ist froh, dass es nun ein Ergebnis gibt: „Uns haben in den letzten Tagen viele Fragen zum Training oder zur Qualifikation erreicht, diese Entscheidung nimmt vor allem für die Athletinnen und Athleten viel Druck raus. Jetzt geht es darum, die Coronavirus-Pandemie so gut und so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen.“

Der neue Termin steht noch nicht fest, spätestens Sommer 2021 wurde aber vereinbart. Die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele sollen ihren Namen behalten und als Tokio 2020 abgehalten werden. Auch die Olympische Flamme, die vergangene Woche in Japan eingetroffen ist, soll bleiben.

Weitere Infos auf www.oepc.at

Vom 25. August bis 6. September 2020 hätten die XVI. Sommer-Paralympics in Tokyo - Japan ausgetragen werden sollen. Auch die Delegation des Österreichischen Paralympischen Committees hätte an den XVI. Sommer-Paralympics in Tokoy teilgenommen. Es wären 4.400 AthletInnen erwartet. In 22 Sportarten und 540 Bewerben hätte man um Medaillen gekämpft. Badminton und Taekwondo wären erstmalig bei paralympischen Wettkämpfen in Tokyo 2020 dabei gewesen. Die Sportarten Segeln und Fußball 7-a-side werden ab 2020 generell nicht mehr vertreten sein.

XVI. Sommer-Paralympics in Tokyo - Japan 2020
Abbildung: Tokyo, Quelle: oepc.at

6 Months to go: Paralympic Team Austria ist bereit

Für Vorfreude ist bei den paralympischen Athletinnen und Athleten nicht viel Zeit, schließlich befinden sie sich gerade mitten in den Vorbereitungen auf die XVI. Sommer-Paralympics in Tokyo. „Ich erinnere mich noch gut an Rio, und jetzt stehen wir schon sechs Monate vor Tokyo. Die heiße Phase hat längst begonnen, der ganze Fokus liegt auf den Paralympics“, sagt Thomas Geierspichler. Der zweifache Paralympicssieger will es 2020 noch einmal wissen und Medaillen mit nach Hause nehmen.

In Tokyo werden alle Augen auf ihn und das gesamte Paralympic Team Austria gerichtet sein. Insgesamt 4.400 Athletinnen und Athleten aus 165 Ländern werden beim drittgrößten Sportereignis der Welt – hinter den Olympischen Spielen und den Fußball-Weltmeisterschaften – erwartet. In 22 Sportarten und 540 Bewerben wird um Medaillen gekämpft. Im Vergleich zu den Paralympischen Spielen 2016 in Rio wurde das Programm leicht adaptiert. Badminton und Taekwondo werden ihr paralympisches Debüt feiern, Segeln und Fußball 7-a-side werden nicht mehr vertreten sein.

Nachhaltigkeit wird bei den XVI. Sommer-Paralympics in Tokyo großgeschrieben

Laut Andrew Parsons, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, wird das wachsende Bewusstsein für den paralympischen Sport und die Para-AthletInnen in Japan durch Verbesserungen der Transportinfrastruktur erhöht. All dies verändert langsam die Einstellung der Gesellschaft gegenüber Behinderungen in der Bevölkerung. „Die Paralympics in Tokyo 2020 sind eine einmalige Gelegenheit, Japan für immer zu verändern, und in einem halben Jahr werden wir sehen, dass diese Transformation beginnt“, blickt Parsons gespannt auf die Paralympics.

Das Thema Nachhaltigkeit spielt in den Planungen der Spiele eine große Rolle. So werden etwa die Medaillen aus recyceltem Elektromüll hergestellt. Während bei den Paralympischen Spielen 2016 in Rio rund 30 Prozent der Silber- und Bronzemedaillen aus recycelten Materialien stammten, werden 2020 in Tokyo 100 Prozent der Gold-, Silber- und Bronzemedaillen aus recyceltem Elektronikschrott hergestellt.

Das als „Tokyo 2020 Medal Project“ bezeichnete Recycling-Projekt wurde im April 2017 in Japan gestartet. Bis Ende März 2019 wurden mehr als 47.488 Tonnen weggeworfener Smartphones, Digitalkameras und Laptops von der japanischen Öffentlichkeit sowie von Unternehmen gesammelt und gespendet. Auch einige paralympische Athletinnen und Athleten haben die Initiative unterstützt, indem sie ihre alten Smartphones gespendet haben.

Prunkstück ist bereits fertig

Die Paralympischen Spiele 2020 werden insgesamt 43 Sportstätten nutzen, darunter 25 bestehende, 10 temporäre und 8 neue Veranstaltungsorte. Die verstärkte Nutzung der bereits bestehenden Wettkampfstätten ist Teil einer neuen Politik, die eine Reihe von Vorschlägen für eine effizientere Ausrichtung von Spielen enthält. Die Sportstätten für die 22 paralympischen Sportarten gliedern sich in zwei Zonen auf:

  • der „Heritage Zone“, die mehrere Veranstaltungsorte der Spiele von 1964 beherbergt und
  • die „Tokyo Bay Zone“, die als Modell für innovative Stadtentwicklung dient und die Zukunft der Stadt symbolisiert.

Diese beiden Zonen erstrecken sich quer durch die Stadt und bilden ein „Unendlichkeits-Symbol“, wobei das Dorf für die AthletInnen an der Verbindung der beiden Zonen liegt. Das Symbol der „Unendlichkeit“ verkörpert die grenzenlose Leidenschaft und die Inspiration der SportlerInnen, das unbegrenzte Potenzial zukünftiger Generationen und das bleibende Vermächtnis, das an die Menschen in Tokyo, Japan und der ganzen Welt weitergegeben wird. Das Prunkstück ist das Olympiastadion Tokyo, das neue Nationalstadion, das genau an der Stelle des alten gebaut wurde. Dieses hatte als Hauptaustragungsort der Olympischen Spiele im Jahr 1964 Berühmtheit erlangt. Im Nationalstadion sind neben der Eröffnungs- und Schlussfeier auch paralympische Leichtathletik-Wettkämpfe geplant. Ein halbes Jahr vor der Eröffnung der Spiele und wurde die Mehrzweck-Arena bereits fertiggestellt und feierlich eingeweiht.

Das ÖPC rechnet mit rund 30 Athletinnen und Athleten

Das rot-weiß-rote Team für die Paralympics nimmt Formen an. Zwei Quotenplätze für die Para-Schwimmer Andreas Onea und Andreas Ernhofer sind fix, zudem hat das Para-Dressur-Team das Ticket für Tokyo sicher. „Wir rechnen wieder mit rund 30 Athletinnen und Athleten, ähnlich wie 2016 in Rio de Janeiro. Seit damals hat sich der paralympische Spitzensport enorm weiterentwickelt. Das erfordert nicht nur intensives Training, sondern auch perfekte Rahmenbedingungen. Früher waren alle Amateursportler, heute sind das alles Profis“, so ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat. ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber blickt voraus: „Tokyo ist bereit, mit Februar wird die letzte Sportstätte fertiggestellt und an das Organisationskomitee übergeben. Die Spiele sind schon in der ganzen Stadt präsent und man spürt schon jetzt, welche positiven Auswirkungen Paralympische Spiele für eine Stadt, ein Land und die Gesellschaft haben können.“

 

Günther Matzinger - Road to Tokyo

Günther Matzinger Tokyo
Abbildung: Günther Matzinger © Thomas Kaserer
 

Das Team von sport-oesterreich.at unterstützte das Österreichische Paralympische Committee für die Teilnahme an den Paralympics mit einem Charity-Sportevent - der indoorCYCLE Salzburg im Rahmen der Sportmesse Salzburg.

indoorCYCLE Salzburg


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