Über das Vitamin D und warum die Meinungen darüber oftmals auseinander gehen

Vitamin D im Winter
Abbildung: Können wir im Winter genug Vitamin D produzieren?

Vitamin D - das sogenannte Sonnenhormon - nimmt unter allen Vitaminen eine ganz besondere Rolle ein. Es ist dafür mit verantwortlich, dass unser Immunsystem stark und widerstandsfähig ist. Vitamin D ist am Stoffwechsel von Kalzium und Phosphat beteiligt und fördert dessen Aufnahme im Darm. Zudem unterstützt es beim Knochenaufbau und beeinflusst verschiedenste andere Hormone sowie das Immunsystem. Bei Vitamin D handelt es sich um ein Hormon und dieses kann vom Körper selbst gebildet werden. Aus diesem Grund ist Vitamin D kein Vitamin im herkömmlichen Sinne. Wir Menschen brauchen das Sonnenlicht in einem gewissen Ausmaß um dieses Hormon selbst produzieren zu können. Nur ein kleiner Teil des Vitaminbedarfs wird über die Nahrung gedeckt. Da wo sich die Meinungen fachlicher Natur oft trennen, liegt in der Dosierung von Vitamin D bei zusätzlicher Zuführung über die Ernährung / Supplemetierung, beispielsweise im Winter.

Über das Vitamin D und warum die Meinungen darüber oftmals auseinander gehen
Abbildung: Optimale Voraussetzungen für die körpereigene Bildung von Vitamin D ist, wie zum Beispiel hier auf diesem Bild zu sehen, an einem sonnigen Tag im Sommer an der frischen Luft zu sein.

Während einige Spezialisten (Ärzte, Forscher, ...) der Meinung sind, dass ein allseits bekannter Normwert von 30 ng/ml für Ausdauersportler im Winter in unseren Breitengraden völlig ausreichend ist und eine zusätzliche Supplemetierung keinen Sinn macht oder gar gefährlich ist - vertreten andere Spezialisten die Auffassung, dass speziell bei infekt- und verletzungsanfälligen Sportlern (wie zB Laufsportlern) eine zusätzlich kontrollierte Supplementierung von Vitamin D speziell im Winter sinnvoll ist und ein anzustrebender Wert, der zwischen 35 und 50 ng/ml (85 und 125 nmol/l (Quelle: www.vitamind.net) liegt, durchaus sinnvoll ist. Die Frage ist letztendlich auch, welche Empfehlung auf welchen Menschen eher zutrifft und welche nicht. Insofern lässt sich dieses kontrovärse Thema nicht pauschal behandeln.

Ab welcher Dosierung Vitamin D gefährlich ist

Um Bedenken dahingehend vorweg zu nehmen, über das Sonnenlicht und die "normale" Ernährung ist eine Überdosierung im menschlichen Körper nahezu ausgeschlossen. Bei einem "normalen" Menschen ohne gesundheitlicher Beeinträchtigung, der einen Wert von mindestens 30ng/ml im Blut vorweisen kann, besteht noch keine Unterversorgung. Dies bedeutet auch nicht, dass man sich an der Kippe zur Untervorsogung befindet, denn der Vitamin D-Wert ändert sich nicht so rasant. Also: keine Panik, hier ist alles im grünen Bereich für einen "normalen" Menschen ohne besonderen körperlichen oder psychischen Herausforderungen.

Vitmain D Spiegel
Abbildung: © www.vitamind.net

Für Menschen, die in der "gefährlichen" Winterzeit aber dennoch unter besonderen Herausforderungen leben, arbeiten, trainieren wird von vielen Spezialisten empfohlen, die Untergrenze von 30 ng/ml durch gezielte Supplementierung im Winter ein wenig nach oben zu korrigieren. Von relevanten Gremien wird in jenem Fall eine Supplementierung von 2.000iE als „lebenslang unbedenkliche Obergrenze“ definiert. Damit hat man die Möglichkeit seinen Organismus im Winter besser gegen Krankheiten zu wappnen, ohne Gefahr zu laufen eine Vitamin D Vergiftung, die ab einem Wert von über 150 ng/ml (lt. o.a. Tabelle) beginnt, zu erleiden. Wenn Sie schaffen, Ihren Wert auf gesunde 35 ng/ml zu heben, ist das keine Gefahr - ganz im Gegenteil. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt des Vertrauens ruhig eingehend beraten.

Gefahr: Einlagerung von Kalzium im Bewegungsapparat durch die Supplementierung von Vitmain D

Auch hier kann beruhigt werden. Bei wirklichen Bedenken dahingehend kann Ihr Arzt eine Supplementierung verordnen, die ohne Kalzium stattfindet. Wobei Kalzium einen wesentlichen Bestandteil für die Bildung von Vitamin D bildet. Hier könnte ein Risiko bei veganer Ernährung liegen. Daher gibt es die Möglichkeit zu kombinieren, in dem man einen Teil der Tagesdosis mit einem Kalzium angereicherten Supplement einnimmt und den Rest mit einem Supplement, welches kein Kalzium enthält. In diesem Fall sollte die Dosierung auf jeden Fall durch einen Mediziner verordnet werden.

Hinweise um den sogenannten Winterblues zu entkommen

Diese ganze Thematik spiegelt sich natürlich auch im Wohlbefinden und unserer Gefühlslage wieder. Es macht Sinn für sich selbst Strategien zu entwickeln, die dem Winterblues entschieden den Kampf ansagen. Wichtig ist, nicht den Kopf hängen zu lassen und sich auf den kommenden Frühling zu freuen, der bestimmt in absehbarer Zeit kommen wird. Denn eines ist gewiss, wir haben es in der Hand, unsere geistige Haltung zu einem gewissen Umstand zu bestimmen.

 

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