Sicherer Einsatz von Cannabinoiden im Sport

Die Nutzung von Cannabinoiden im Sport war lange ein Tabu. Denn Cannabis ist auf der Liste der verbotenen Substanzen der Welt-Anti-Doping-Agentur vertreten. Auch wenn Cannabis ein eher unwahrscheinlicher Kandidat zur künstlichen Leistungssteigerung ist, wer positiv auf Cannabinoide wie THC getestet wird, muss mit Sanktionen rechnen. Vor kurzem überraschte die Welt-Anti-Doping-Agentur aber mit der Entscheidung, CBD von der Liste der verbotenen Substanzen zu streichen. Das hat zu lebhaften Diskussionen über Sinn und Unsinn der Einnahme von CBD für Sportler geführt. Fakt ist, dass aufgrund der freien Verkäuflichkeit von CBD jetzt schon viele Athleten – ob Profi oder Freizeitsportler – das beliebte Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen. Worauf müssen sie dabei achten, um keine unnötigen Risiken einzugehen?

Einsatz von Cannabinoiden im Sport

CBD, CBCA und andere Cannabinoide

Die Hanfpflanze enthält neben CBD und dem psychoaktiven THC mehr als hundert weitere Cannabinoide. Mit Ausnahme von CBD werden alle von ihnen als verbotene Doping-Substanzen geführt. Profi-Sportler sollten sich daher auf jeden Fall auf reine CBD-Produkte beschränken. Freizeitsportler haben deutlich mehr Wahlfreiheit und können sich auch mit den Vorzügen anderer Cannabinoide beschäftigen. Es ist durchaus denkbar, dass Stoffe wie die Cannabichromensäure (CBCA) den Effekt von CBD ergänzen oder sogar eine stärkere Wirkung haben. Bisher befindet sich die Forschung zu diesem Thema aber noch in den Kinderschuhen. Produkte mit isoliertem CBCA gibt es zwar noch nicht auf dem Markt, allerdings kann es in geringen Mengen in CBD-Ölen enthalten sein. Manche Experten machen dieses Stoffgemisch für die Wirkung vieler Cannabinoid-Produkte verantwortlich.

Empfehlungen befolgen

Die Wirkung von CBD folgt einer glockenförmigen Kurve. Das heißt, dass bei geringen Mengen ein anderer Effekt eintreten kann als bei einer hohen Dosierung. So ist CBD für seine beruhigende und schlaffördernde Wirkung bekannt. Bei der falschen Dosierung kann es aber anregend wirken und vielleicht sogar die Schlafqualität beeinträchtigen. Deshalb ist es wichtig, bei der Einnahme von Cannabinoiden die Anweisungen des Produktherstellers zu befolgen.

Übermut vermeiden

Viele Cannabinoide haben eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Für Sportler ist das äußerst nützlich, denn auf diese Weise können die Regenerationsvorgänge nach dem Training unterstützt werden. Allerdings besteht auch die Gefahr, dass ein unterdrücktes Schmerzempfinden zu Leichtsinn und Übermut führt. Denn Schmerzen sind ein wichtiges Signal, dass der Körper an seine Grenzen stößt und geschont werden sollte. Cannabinoide sollten also nicht dazu benutzt werden, um den Körper bis an die Schmerzgrenze zu beanspruchen.

Langsam anfangen

Jeder Mensch reagiert anders auf Nahrungsergänzungsmittel. Deshalb ist es wichtig, zunächst mit der geringsten empfohlenen Dosierung zu beginnen und auf Veränderungen des Befindens zu achten. Nur wenn keine negative Effekte auftreten, sollte höhere Dosierungen ausprobiert werden. Im Allgemeinen sind Cannabinoide zwar sehr gut verträglich. Bei größeren Dosierungen können sie aber beispielsweise eine Senkung des Blutdrucks herbeiführen, was nicht immer wünschenswert ist.

Hochwertige Produkte verwenden

Immer wieder gibt es Berichte über Produkte, die den THC-Grenzwert überschreiten und daher unter die Drogen-Gesetzgebung fallen. Und selbst wenn ein Produkt rechtlich nicht zu beanstanden ist, können sich während des Produktionsprozesses allerlei Verunreinigungen einschleichen. Deshalb sollten nur Produkte von Herstellern verwendet werden, die in der Lage sind, die Qualität ihrer Erzeugnisse zu belegen.

 

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